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So war's: Asien-Pazifik-Forum Bayern 2008

22.07.2008

Asien-Pazifik-Forum Bayern – eine Leuchtturmveranstaltung für die bayerischen Beziehungen zur Region Asien-Pazifik


Die stärkere Nutzung von Absatzchancen in Asien-Pazifik durch bayerische kleine und mittelständische Betriebe hat heute Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann gefordert. Zur Eröffnung des siebten Asien-Pazifik-Forums in Nürnberg sagte Sackmann heute vor 380 Teilnehmern,

die Region Asien-Pazifik und ganz besonders der aufstrebende Markt Indien sind attraktive Standorte für bayerische Unternehmen.“ Bereits heute sei die Region Asien-Pazifik nach der Europäischen Union und den USA der drittwichtigste Exportmarkt Bayerns.“ Die Ausfuhren der bayerischen Unternehmen in diese Region hätten im Vorjahr um 6,6 Prozent auf 15,7 Mrd. Euro zugelegt. Nach Angaben Sackmanns sind 30 Prozent der bayerischen mittelständischen Betriebe im Exportgeschäft tätig. Trotzdem sollten mehr Mittelständler für das Exportgeschäft im asiatisch-pazifischen Raum motiviert werden. „Natürlich gibt es Risiken wie etwa die steigenden Energie- und Rohstoffpreise und der Höhenflug des Euro“, so Sackmann. Die internationalen Märkte böten aber nach wie vor gute Absatzmöglichkeiten, die Marke „Made in Bavaria“ stehe hoch im Kurs. Um Unternehmen zum Gang auf ausländische Märkte zu motivieren, gebe es Förderinstrumente wie das Projekt „Go International, das Messebeteiligungsprogramm von Bayern International, Delegationsreisen des Ministeriums oder die Markterschließungsprojekte des Außenwirtschaftszentrums Bayern Nürnberg.

Tipps von einer, die es wissen muss: Sabine Herold

Dass Delegations- und Unternehmerreisen Türöffner für neue Absatzmärkte sein können, bestätigte Sabine Herold, Repräsentantin des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) und Geschäftsführende Gesellschafterin der DELO Industrie-Klebstoffe GmbH Windach. Partnerschaft, Innovation und Nachhaltigkeit seien die drei Säulen für einen erfolgreichen Gang auf neue Märkte, sagte die Diplom-Ingenieurin. Als Chefin eines mittelständischen Unternehmens kennt sie die Risiken und Mühen, aber auch die Erfolge, die Auslandsgeschäfte mit sich bringen. „Wichtig ist, dass die Kommunikation unter den Geschäftspartnern auf gleicher Augenhöhe stattfindet“, so Herolds Tipp. Sie fordert den Abbau von Marktzugangshemmnissen: „Leider sind die Rahmenbedingungen nicht einfach, es gibt es immer noch einen Flickenteppich von bilateralen Welthandelsabkommen. Die USA und Japan überholten dabei die Europäische Union bei weitem und böten leichtere Zugangsmöglichkeiten. Wichtig für Markterschließungen seien die genauen Branchenkenntnisse im jeweiligen Zielland. „Wir konzentrieren uns auf die starken Branchen des Landes und bieten unseren Kunden neue Produkte an, damit dieser Neues produzieren kann.“ Bei Innovationen sei immer „ein Quäntchen Vorsicht“ geboten, so Herold. „Verschleiern!“, lautet ihre Devise beim Thema Schutz des geistigen Eigentums. Das A und O sei generell - trotz möglichem Konkurrenzverhältnisses - der Austausch und das Miteinander mit anderen Unternehmern, die bereits Erfahrungen im Ausland gemacht haben. Weiterer Eckpfeiler ist das Thema Nachhaltigkeit, sagte Herold. „Die Schwellenländer im asiatischen Raum brauchen unsere Technik.“ Dort bestehe ein hoher Investitionsbedarf. „Deutschland ist Spitze im Bereich Erneuerbare Energien und muss sein Know-How weiterhin verstärkt anbieten“.

Herausforderungen für Asien-Pazifik und für bayerische Unternehmer

Auf drei große Herausforderungen des asiatisch-pazifischen Raumes hat Professor Klaus Wübbenhorst, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, hingewiesen: „Der Energieverbrauch in der Region Asien-Pazifik nimmt dramatisch zu und damit auch die Emission von Treibhausgasen mit katastrophalen Folgen für das Klima! Zweitens wachsen die Städte Asiens schneller als ihre Infrastruktur das verkraften kann und drittens tickt die demografische Zeitbombe noch heftiger als bei uns, vor allem in Japan und China, “ so der IHK-Präsident zum Auftakt der Veranstaltung. Diese Aufgaben könnten nur gemeinsam im internationalen Kontext gelöst werden, und zwar mit dem exzellenten Know-How und Spitzentechnologie auch aus Bayern! „Wir müssen die Märkte in Asien erkennen und besser aufstellen, um die Marktchancen zu nutzen!“, lautet seine Forderung.

Das Asien-Pazifik-Forum Bayern steht unter dem Motto „Bayern trifft Asien in Nürnberg“ wurde erstmals 2002 veranstaltet und wird vom Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken organisiert. Es gilt als einer größten Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Schwerpunktland in diesem Jahr war Indien. Neben länderspezifischen Vorträgen von Vertretern der Auslandshandelskammern und Erfahrungsberichten von Unternehmern gab es für die Teilnehmer Einzelgespräche mit Wirtschaftsexperten sowie die Präsentation verschiedener Dienstleister und Unternehmer im Messezentrum.

Präsentationen der einzelnen Foren:

Berichte aus der Praxis

Indien im Fokus der NETZSCH-Gruppe (Vortrag liegt nicht vor)
Dr. Otto Max Schaefer,
Geschäftsführer, Erich Netzsch GmbH & Co. Holding KG, Selb
Deutsche Dienstleister in China: Anspruch und Realität
Burkhard Junker,
Geschäftsführer, OBERMEYER PLANEN + BERATEN GmbH, München
Schutzstrategien gegen Produkt- und Markenpiraterie
Thomas Schatz
Rechtsanwalt, Leiter der Rechtsabteilung, STAEDTLER Mars GmbH & Co. KG, Nürnberg

Länderstaffel I

Australien: Sicheres Investment in Asien-Pazifik
Markus Gilbert,
Geschäftsführer, Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer, Sydney
Strukturwandel und neue Wachstumsbranchen in Südchina
Alexandra Voss,
Delegierte, Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft, Guangzhou
Hong Kong: Die Schnittstelle zu Greater China
Wolfgang Ehmann,
Stv. Geschäftsführer, Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft, Hong Kong
China: Planungen deutscher Unternehmen 2008 – 2010
Bernd Reitmeier,
Stv. Delegierter, Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft, Shanghai
Tipps zum Vertriebsaufbau in Indien
Dirk Matter
Leiter, Deutsch-Indische Handelskammer, Düsseldorf
Premiummarkt Japan? Preisstrategien und Profitabilität deutscher Unternehmen in Japan
Marcus Schürmann
Stv. Geschäftsführer, Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan, Tokyo

Länderstaffel II

Korea – drittgrößter Markt in Asien
Jürgen Wöhler,
Geschäftsführer, Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer, Seoul
Malaysia – ein starkes Stück Asien
Thomas Brandt
Stv. Geschäftsführer, Deutsch-Malaysische Industrie- und  Handelskammer, Kuala Lumpur
Philippinen – neue Geschäftsmöglichkeiten in den Bereichen Dienstleistung und Konsum
Manfred Klein
Partner der Europäischen Handelskammer, Manila / Monheim am Rhein
Singapur - City of Possibilities
Dr. Tim Philippi,
Geschäftsführer, Deutsch-Singapurische Industrie- und Handelskammer, Singapur
Taiwan – von Entspannung in der Region wirtschaftlich profitieren
Dr. Roland Wein,
Delegierter, Deutsches Wirtschaftsbüro in Taiwan, Taipei
Thailand im Aufwind: Infrastruktur-, Investitions- und Konsumboom jetzt nutzen!
Stefan Bürkle
Stv. Geschäftsführer, Deutsch-Thailändische Handelskammer, Bangkok
Vietnam im Jahr nach WTO – Tigerstaat ohne Grenzen?
Jan Nöther
Delegierter, Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft, Vietnam

Arbeitskreis Indien

Investitionen und Steuern in Indien am Beispiel der Automobilindustrie -
Ein Leitfaden für Geschäftsbeziehungen in Indien

Dr. Hartmut Winkler
Leiter India Competence Center, Partner Ernst & Young AG, Stuttgart
Beschaffung in Indien: Entdeckung der Vielfalt
Wilfried Krokowski,
Geschäftsführender Gesellschafter, Global Procurement Services (GPS), Hann.Münden
Carolin Gevers,
Managing Director, Global Procurement Services (GPS), India
Der steinige Weg zur Qualitätssicherung
Nadine Ruhle-Niestroy,
General Manager, LCM Asien, TÜV Rheinland Group
Das German Centre Delhi Gurgaon – Ihr Sprungbrett für den Geschäftserfolg
in Indien
Karl-Heinz Sturm,
Geschäftsführer der German Centre for Industry and Trade India Holding-GmbH,
Abteilungsleiter Konzernsteuerung und Beteiligung BayernLB, München

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Mai 2009 )

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